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RAAB Online-Marketing

Snapchat als Marketing-Kanal

Snapchat ist eine Foto- und Video-Plattform mit jungem Nutzer-Profil. Im B2B-Mittelstand fast nie relevant — Ausnahme: Recruiting für jugend-nahe Branchen und Standorte.

Was ist Snapchat im Marketing-Kontext?

Snapchat ist eine 2011 gestartete Foto- und Video-Plattform, deren Kern das kurzfristige Verschwinden von Inhalten (Stories laufen 24 Stunden, Snaps werden nach Ansehen gelöscht) und ein junges Nutzer-Profil sind. Die Plattform-Statistiken (Stand 2025):

  • Hauptaltersgruppe: 13-25 Jahre (über 70 Prozent der aktiven Nutzer)
  • DACH-Reichweite: deutlich geringer als Instagram oder TikTok
  • B2B-Affinität: praktisch nicht messbar

Snapchat im B2B — die ehrlichen Ausnahmen

Drei spezifische Anwendungsfälle, in denen Snapchat tragen kann:

  1. Recruiting jüngerer Berufseinsteiger — Ausbildungs-Marketing für Handwerk, Pflege, Gastronomie
  2. Branchen mit jugendlichen Endkunden — Sportartikel, Mode, Gastronomie-B2C-Anteile in B2B-Häusern
  3. Standort-Marketing — Geo-Targeting um Schulen, Hochschulen, jugend-nahe Stadtteile

In allen anderen Fällen ist Snapchat-Investment im B2B-Mittelstand fehlplatziertes Budget.

Warum so viele Mittelständler trotzdem darüber nachdenken

Die Frage „sollen wir auch auf Snapchat“ entsteht meist aus drei Mustern:

  • FOMO im Vorstand — „die anderen sind doch auch dort, oder?“
  • Falsche Generalisierung — TikTok-Erfolg wird auf Snapchat übertragen
  • Diversifizierungs-Reflex — überall ein bisschen, nirgendwo richtig

Die seriöse Antwort: Kanal-Reduktion ist besser als Kanal-Häufung. Wer auf 3 Kanälen mit Substanz spielt, baut mehr auf als auf 8 Kanälen oberflächlich.

Was Snapchat nicht ist

Snapchat ist kein B2B-Kanal und kein Pflichtkanal. Wer dort ohne klaren Use-Case investiert, baut Reichweite bei Nutzern auf, die nichts kaufen — und entzieht Budget den Kanälen, die wirklich tragen.

Häufige Fragen

Sollten wir als B2B-Mittelständler auf Snapchat präsent sein?
In 99 Prozent der Fälle: nein. Snapchats Nutzer-Basis liegt überwiegend bei 13-25 Jahren — B2B-Entscheider sind dort fast nicht erreichbar. Ausnahme: Recruiting in Branchen, die junge Auszubildende oder Berufseinsteiger suchen, oder Standort-Marketing in jugend-nahen Regionen.
Wenn Snapchat, dann wie?
Wenn überhaupt, dann mit klarem Use-Case und kleinem Budget. Recruiting-Snaps mit Lehrlings-Stimmen, Behind-the-Scenes-Inhalten aus der Ausbildung, oder gezieltem Geo-Targeting um Berufsschulen. Snapchat ist kein Pflichtkanal — der häufigste Erfolg ist die bewusste Nicht-Präsenz und das Budget anderswo einzusetzen.