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RAAB Online-Marketing

Conversion Rate (CR)

Die Conversion Rate misst, welcher Anteil der Besucher eine definierte Aktion ausführt — Anfrage, Demo, Kauf. Im B2B oft 1-3 Prozent, je nach Conversion-Definition.

Was ist die Conversion Rate (CR)?

Die Conversion Rate (CR) misst den Anteil der Website-Besucher, der eine definierte gewünschte Aktion ausführt — geteilt durch die Gesamt-Besucherzahl im jeweiligen Zeitraum:

CR = Konversionen / Besucher × 100

Beispiel: 12 Demo-Anfragen bei 1.000 Besuchern ergibt eine Conversion Rate von 1,2 Prozent.

Harte vs. weiche Conversions

Drei Conversion-Typen unterscheiden sich grundlegend in der Rate:

  • Mikro-Conversions (Newsletter, Video-View, Scroll-Tiefe): 5-30 Prozent
  • Weiche Conversions (Whitepaper-Download, Webinar-Anmeldung): 5-15 Prozent
  • Harte Conversions (Demo-Buchung, Kontaktanfrage, Verkauf): 0,5-3 Prozent im B2B

Wer „die“ Conversion Rate ohne Definition kommuniziert, lässt offen, was eigentlich gemessen wird.

Wodurch wird die Conversion Rate beeinflusst?

Sechs wichtige Hebel:

  1. Klarheit des Wertversprechens — wissen Besucher in 5 Sekunden, was sie hier finden?
  2. Friction im Formular — jedes zusätzliche Pflichtfeld senkt die CR
  3. Vertrauens-Signale — Kunden-Logos, Bewertungen, Auszeichnungen
  4. Mobile-Optimierung — schwache Mobile-CR ist im B2B häufige Ursache schwacher Gesamt-CR
  5. Trafficqualität — qualifizierte Besucher konvertieren um Größenordnungen besser
  6. Wettbewerb der Wahl — gibt es klare Differenzierung zur Konkurrenz?

Conversion-Rate-Vergleiche sind schwierig

Drei strukturelle Gründe, warum CR-Branchen-Vergleiche oft irreführen:

  • Conversion-Definitionen variieren — was als Lead zählt, ist überall anders
  • Trafficmix variiert — bezahlter Brand-Traffic konvertiert anders als kalter Display-Traffic
  • Branchen-Reife variiert — etablierte Marken haben strukturell höhere CRs

Der seriöse Vergleich ist immer der Vorher-Nachher-Vergleich der eigenen Site, nicht der Vergleich mit Mitbewerbern oder generischen Branchen-Benchmarks.

Was die Conversion Rate nicht ist

Die Conversion Rate ist kein alleinstehender Erfolgs-KPI. Eine hohe CR bei niedrigem Trafficvolumen kann weniger Pipeline erzeugen als eine niedrige CR bei hohem qualifiziertem Traffic. Was zählt: absolute Lead-Anzahl mal Lead-Qualität — nicht der Prozentwert allein.

Häufige Fragen

Was ist eine „gute“ B2B-Conversion-Rate?
Es kommt auf die Definition. Für weiche Conversions (Newsletter-Anmeldung, Whitepaper-Download) sind 5-15 Prozent realistisch. Für harte Conversions (Demo-Buchung, Kontaktanfrage) sind 1-3 Prozent im B2B typisch. Vergleiche über Branchen hinweg sind irreführend — was zählt, ist die eigene Conversion-Rate-Entwicklung im Quartals-Vergleich.
Welche Conversions sollte ich überhaupt tracken?
Im B2B-Mittelstand reichen meist 3-5 Conversion-Punkte: Kontaktanfrage, Demo-/Erstgespräch-Buchung, Lead-Magnet-Download (z. B. Whitepaper, Case Study), Newsletter-Anmeldung, optionale Aktionen wie Pricing-Page-Besuch oder bestimmte Tiefen-Anker. Mehr Tracking-Punkte verbessern selten die Steuerung.