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RAAB Online-Marketing

Customer Data Platform (CDP)

Eine CDP konsolidiert Kundendaten aus allen Touchpoints in ein zentrales Profil. Im B2B-Mittelstand selten kritisch, in datengetriebenen B2C-Szenarien zunehmend Standard.

Was ist eine Customer Data Platform (CDP)?

Eine Customer Data Platform (CDP) ist eine Software, die Kundendaten aus allen verfügbaren Touchpoints (Website, App, E-Mail-Tools, CRM, Anzeigen-Plattformen, POS-Systeme) in einem einheitlichen Profil konsolidiert. Drei Kern-Aufgaben:

  • Identity-Resolution — verschiedene Spuren einer Person zu einem Profil zusammenführen
  • Daten-Anreicherung — Profil mit Verhaltens-, Demografie- und Präferenz-Daten ergänzen
  • Aktivierung — Profile für Marketing-Automation, Werbe-Aussteuerung und Personalisierung bereitstellen

CDP, CRM, DMP — die Abgrenzung

SystemHauptaufgabeTypische Nutzer
CRMVertriebs-Kontakte und Aktivitäten managenVertrieb, Service
CDPKundenprofile aus allen Touchpoints konsolidierenMarketing, Analytics
DMPAnonyme Audience-Segmente für Werbung verwaltenPerformance-Marketing

Wann eine CDP im B2B sinnvoll ist

Drei realistische Szenarien:

  1. Hochfrequentes B2B-E-Commerce mit vielen Touchpoints und kurzem Bestell-Zyklus
  2. Account-Based-Marketing mit komplexen Buying-Centers und mehreren Touch-Sequenzen
  3. Cross-Channel-Personalisierung über Website, E-Mail und Sales-Outreach hinweg

Im klassischen inhabergeführten B2B-Mittelstand mit langem Sales-Zyklus, wenigen Mandaten und Beziehungs-Geschäft ist eine CDP fast nie der erste Hebel.

Was eine CDP nicht löst

Eine CDP ist keine Strategie und kein Quick-Win. Die Implementation-Kosten sind hoch, die Time-to-Value liegt typischerweise bei 6-12 Monaten. Wer ohne klaren Use-Case in eine CDP investiert, kauft sich ein Daten-Werkzeug, das nichts steuert.

Häufige Fragen

Wann lohnt sich eine CDP im B2B-Mittelstand?
Selten. Eine CDP rechnet sich, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: hohes Kunden-Volumen mit vielfältigen Touchpoints, klare Marketing-Automation-Use-Cases und ein Team, das die CDP-Logik operativ tragen kann. Im klassischen inhabergeführten B2B-Mittelstand reicht meist ein gut konfiguriertes CRM mit ETL-Anbindung an Marketing-Tools.
CDP versus CRM versus DMP — wo liegt der Unterschied?
CRM verwaltet bekannte Kontakte mit Vertriebs-Aktivitäten. CDP konsolidiert alle Kunden-Touchpoints (Website, E-Mail, Anzeigen, App) in einheitliche Profile. DMP arbeitet primär mit anonymen Cookie-Daten für Werbe-Aussteuerung. Im B2B sind CRM und ergänzend CDP relevant, DMP nur in Sonderfällen.