Ad Hijacking
Ad Hijacking ist die unautorisierte Schaltung von Anzeigen auf fremde Marken — durch Affiliates oder Wettbewerber. Markenrechtlich relevant und kostspielig.
Was ist Ad Hijacking?
Ad Hijacking bezeichnet die unautorisierte Schaltung von bezahlten Anzeigen auf fremde Marken — typischerweise durch Affiliates, Wettbewerber oder unseriöse Vertriebspartner. Der Hijacker bietet auf den Markennamen eines anderen Unternehmens, leitet den Suchenden über die eigene Anzeige um und kassiert dann Affiliate-Provision oder lenkt zur eigenen Marke.
Drei typische Hijacking-Szenarien
- Affiliate-Hijacking — ein Affiliate bietet auf den Markennamen des Anbieters und kassiert Provision für Suchende, die ohnehin gekommen wären
- Wettbewerber-Hijacking — Mitbewerber bietet auf Ihre Brand-Keywords, um Marken-Suchende abzufangen
- Domain-Squatting-Hijacking — Anzeigen führen zu Tippfehler-Domains oder Fake-Sites
Schaden für die betroffene Marke
Drei wirtschaftliche Effekte:
- Höhere CPCs für eigene Brand-Keywords — Wettbewerber treiben die Auktion hoch
- Verlorene Konversionen — Brand-Suchende landen auf Wettbewerber-Sites
- Marken-Verwirrung — Suchende glauben, der Hijacker sei autorisiert
Schutz-Maßnahmen
Vier konkrete Hebel:
- Brand-Keywords selbst bieten — eigene Anzeigen auf den eigenen Markennamen schalten
- Affiliate-Verträge schärfen — Bid-on-Brand-Verbot vertraglich verankern
- Markenrechte registrieren — geschützte Marken können bei Google als Brand-Restriction hinterlegt werden
- Regelmäßiges Monitoring — Brand-SERP wöchentlich aus verschiedenen IPs prüfen
Was Ad Hijacking nicht ist
Ad Hijacking ist nicht generell illegal — Bidding auf fremde Markennamen ist in Google Ads erlaubt, solange die Anzeige selbst nicht den fremden Markennamen verwendet. Was illegal werden kann: Marken-Verwendung im Anzeigentext, Domain-Imitation, irreführende Darstellung als autorisierter Vertreter.