App-Marketing
App-Marketing bündelt User-Acquisition, App-Store-Optimierung und Retention-Strategie. Im B2B selten zentral, in App-getriebenen Modellen entscheidend.
Was ist App-Marketing?
App-Marketing ist die Disziplin der Vermarktung mobiler Apps über den gesamten Lebenszyklus — von der ersten Aufmerksamkeit über Installation und Aktivierung bis zur langfristigen Retention. Vier Hauptdisziplinen:
- User Acquisition (UA) — bezahlte und organische Strategien zur App-Installation
- App Store Optimization (ASO) — Sichtbarkeit und Konversion im Store-Listing
- Activation & Onboarding — Erst-Erlebnis nach Installation
- Retention & Engagement — laufende Nutzer-Bindung über Push, In-App-Messages, Updates
App-Marketing im B2B-Mittelstand
Drei realistische Szenarien:
- App als Produkt — die App ist das Geschäftsmodell (z. B. Field-Service-Tools, Logistik-Apps)
- App als Service-Layer — die App ergänzt ein klassisches B2B-Angebot (z. B. Wartungs-App für Anlagen-Kunden)
- Branchen-Plattform-App — die App vermittelt zwischen mehreren Geschäftsparteien
In allen anderen Fällen ist App-Marketing nachrangig — die Website und Sales-Channels tragen wesentlich mehr.
Cost-per-Install vs. Cost-per-Aktivierung
Im B2B ist die Kennzahl „Cost-per-Install“ oft irreführend — eine billige Installation, die nicht zum aktiven Nutzer wird, ist verlorenes Budget. Sinnvolle Steuer-Kennzahl: Cost-per-Activated-User (User, der die App nach Installation tatsächlich nutzt) oder Cost-per-Qualified-User (User, der eine geschäftlich relevante Aktion ausführt).
Was App-Marketing nicht löst
App-Marketing ist kein Ersatz für Produktqualität. Eine App mit schlechter UX, häufigen Bugs oder unklarem Nutzen wird durch noch so viel UA-Budget nicht zum Erfolg. Die App selbst muss tragen — Marketing macht sie nur sichtbar.